Selen – ein lebenswichtiges Spurenelement

Selen ist ein zentrales Spurenelement. Als Bestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase katalysiert es den Abbau von Fettsäurehydroperoxiden und schützt so zusammen mit Vitamin E und anderen Enzymen (Superoxiddismutase, Katalase und Glutathiontranferase) zelluläre Strukturen vor der oxidativen Zerstörung.

Selen spielt bei vielen Erkrankungen eine Rolle. Das Spurenelement ist wichtig in der Krebsvorsorge, schützt vor chronischen Infekten, Entzündungen und Muskelerkrankungen. Selenmangel wird auch mit dem Herzinfarkt in Verbindung gebracht. Auch bei Alterungsprozessen wirke Selenmangel beschleunigend. Damit wird klar, wie wichtig es ist, genügend Selen aufzunehmen.

Selen ist nur in sehr geringen Mengen in Vollkornprodukten, Reis, Fisch, Fleisch, und Milch enthalten. Deutschland ist generell ein Selen-Mangelgebiet. Da in der letzten Eiszeit unsere Böden stark ausgewaschen wurden, ist der Selengehalt ohnehin niedrig. Noch verschlimmert hat sich das durch sauren Regen und giftige Schwermetalle, die erst in jüngster Zeit in den Boden gekommen sind. Beides reagiert mit dem Selen und sorgt dafür, dass noch weniger von dem Spurenelement verfügbar ist.

Insbesondere Kokosnüsse (und daraus hergestellte Schokoladeriegel) enthalten viel Selen. Selen ist ferner in Nüssen, Knoblauch, ungeschälten Reis, Vollkornprodukten, Weizenkeimlingen, Fleisch, Fisch und Innereien enthalten. Proteinarme Nahrungsmittel enthalten weniger Selen als proteinreiche (z.B. Fisch). Die gleichzeitige Einnahme von natürlichem Vitamin E optimiert die Selen-Wirkung.

Aber Vorsicht: Eine überdosierte Einnahme von Selen kann schwerwiegende Nebenwirkungen mit sich bringen.

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